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| Verlag : |
Horlemann, B |
| ISBN : |
3-89502-100-8 |
| Einband : |
Paperback |
| Seiten/Umfang : |
192 Seiten - 14,5 × 21 cm |
| Erschienen : |
03.2000 |
| Gewicht : |
260 g |
| Preisinfo : |
12,30 Eur[D] / 12,70 Eur[A] / 22,00 sFr |
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Feministische Gesellschaftskritik ist in die Defensive geraten. Roswitha Scholz wagt den Versuch, angesichts zunehmender Krisenerscheinungen einen neuen theoretischen Ansatz zur Analyse des Geschlechterverhältnisses zu formulieren, in dessen Zentrum das Theorem der "Wert-Abspaltung" steht. Damit ist gemeint, dass die sozialhistorischen Zuschreibungen des "Weiblichen" - von Hausarbeit, Kindererziehung bis zur emotionalen Zuwendung - einen von der kapitalistischen Verwertungslogik abgespaltenen Bereich der gesellschaftlichen Reproduktion bilden, der gleichzeitig eine "stumme" Bedingung und Voraussetzung der modernen Gesellschaften ist. Dabei stellt Scholz den Mechanismus der Abspaltung sowohl in seinen materiellen als auch in seinen kulturell-symbolischen und sozialpsychologischen Dimensionen dar und zeigt auf, daß diese gesellschaftliche Grundstruktur des Kapitalismus kein starres Gefüge ist, sondern ein historischer Prozess mit verschiedenen Entwicklungsstufen.
Roswitha Scholz setzt sich auch kritisch mit den linksfeministischen Theorien der letzten zwanzig Jahre im deutschsprachigen Raum auseinander und zeigt deren Defizite vor dem Hintergrund eines neuen Marx-Verständnisses auf, das im Gegensatz zum traditionellen Marxismus mit seiner Arbeitsreligion eine grundsätzliche Kritik der modernen "Arbeitsgesellschaft" zum Inhalt hat.
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