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Krieg als Krisenkatalysator mit neuer ‚Qualität’!?

Die Wechselwirkung zwischen der sozialen und ökologischen Krise des Kapitals und dem neo-imperialistischen Stellvertreterkrieg in der Ukraine soll zum einen hinsichtlich dessen Genese skizziert werden: Wieso entbrannte dieser Konflikt um die Ukraine als ‚Grenzland’ zwischen Ost und West? Zum anderen sollen die fundamentalen Verschiebungen der globalen sozioökonomischen wie geopolitischen Strukturen und Dynamiken beleuchtet werden, die in Folge des Krieges einsetzten: Wohin tendiert die militarisierte Eskalationslogik dieses Krieges? Schließlich wird noch die Frage zu diskutieren sein, ob der Krieg als ein qualitativer Kipppunkt des kapitalistischen Krisenprozesses interpretiert werden kann, der das Ende der Ära neoliberaler Krisenverarbeitung einleitet?


Vortrag und Diskussion mit Tomasz Konicz (Sachbuchautor und Journalist)

Koblenz, 31.5., 19-21h, Großer Saal neben der Herz-Jesu-Kirche (Löhrrondell 1a)

Selbstvernichtung und Weltvernichtung – (männliche) Gewaltbereitschaft unter Krisenbedingungen

Anhand des Beispiels Amok werden Zusammenhänge zwischen (männlichen) Ängsten vor Autonomieverlust, Abhängigkeit, Kränkung… und Gewaltbereitschaft in den Blick genommen. Dabei soll angedeutet werden, wie eine paranoid gefärbte männliche „Kampf-Abwehr-Haltung“ (Ralf Pohl) gerade in Krisenzeiten aktiviert werden kann, um die angedeuteten (narzisstischen) Gefahren abzuwehren, dies nicht selten um den Preis, dass eine latente Gewaltbereitschaft in offene Gewalt umschlägt. Die Phänomene der Heroisierung der ukrainischen Soldaten als Verteidiger ‚unserer‘ Demokratie und Freiheit sowie die Bereitschaft von (rechten) Männern aus Europa und den USA nun in der Ukraine ihre Freiheit wehrhaft zu verteidigen, sollen anhand dieser Überlegungen etwas einzuordnen versucht werden.


Vortrag und Diskussion mit Leni Wissen (Autorin der Zeitschrift Exit! Krise und Kritik der Warengesellschaft)

Koblenz, 13.6., 19-21h, Großer Saal neben der Herz-Jesu-Kirche (Löhrrondell 1a)


Die beiden Vorträge finden voraussichtlich 'hybrid' statt - wer online teilnehmen möchte, möge sich bitte unter info [at] oekumenisches-netz.de anmelden