Neueste Beiträge

Der flexible Mensch

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Ein neuer Sozialcharakter in der globalen Krisengesellschaft

Es ist seit langem kein Geheimnis mehr, daß die hochindustrialisierte oder sogar schon „postindustrielle“ Welt des Westens immer mehr Züge der sogenannten Dritten Welt annimmt. Nicht die Länder der kapitalistischen Peripherie haben sich dem sozialen Niveau der westlichen …

Die Entzauberung der USA

aus: Folha 77/2002

Geht der Konjunkturlokomotive der Welt die Puste aus?

Wenn die USA husten, so heißt es, bekommt der Rest der Welt Lungenentzündung. Denn nicht nur politisch und militärisch, sondern auch ökonomisch sind die USA die letzte Weltmacht. Noch in den 80er Jahren galt Japan als großer Konkurrent, der …

Jörg Ulrich: Individualität als politische Religion

Wegbereiter der Wertkritik: Roman Rosdolsky

erschienen in: Streifzüge 1/2002

Es ist eher eine Seltenheit,wenn ein marxistisches Werk 35 Jahre nach seinem Erscheinen noch übersetzt, verkauft, gelesen und diskutiert wird. So geschieht es mit Roman Rosdolskys Zur Entstehungsgeschichte des Marxschen „Kapital“. Der Rohentwurf des Kapital 1857-1858. Es ist kürzlich eine Übersetzung in Brasilien erschienen, deren Urheber …

Des Proletariats neue Kleider

erschienen in Krisis 25

Vom Empire zurück zur Zweiten Internationalen

Michael Hardt/Antonio Negri, Empire, deutsche Übersetzung von Thomas Atzert und Andreas Wirthensohn, Campus Verlag, Frankfurt / New York 2002, 480 S.

In der New York Times, bekanntlich ein Sprachrohr kritischer Gesellschaftstheorie, feierte Slavoy Zizek das im April 2000 in den …

Identitaetslogik und Kapitalismuskritik

erschienen in: Streifzüge 3/2001

Anmerkungen zu den Reaktionen der Linken auf die Terroranschläge von New York und Washington

1.

Der Terror in den USA und der anschließende Bombenkrieg gegen Afghanistan haben (nicht nur) in der wertkritischen Linken zu Verwirrung und Polarisierungen geführt. Einer Position, wie sie „Bahamas“ und mehrheitlich die …

Märchen für die Krise

Frank Capras Autobiographie eines grossen Hofnarren

Hollywood, das weiss alle Welt, ist Kitsch, Glamour, technische Perfektion, Sentimentalität, falsche Tränen, falsche Zähne – und ungeheuer erfolgreich, seit mehr als 80 Jahren. Die grandiose Traum-Maschine des Kapitalismus läuft wie ein Uhrwerk und produziert am Fliessband Imaginationen für die Welt; nicht mit dem …

Die Virtualisierung der Ökonomie

Transnationale Finanzmärkte und die Krise der Regulation

Der Sieg der Virtualität über die Realität wird unter dem Eindruck von Computerisierung und neuen Medien schon seit 20 Jahren in den Kulturwissenschaften diskutiert. Wenn der virtuelle Raum die materielle Realität beherrscht und so eine Realität zweiter Ordnung hervorbringt, dann ist das allerdings …

Sein als Design

Von der Ästhetik der Ware zur Ästhetik der Krise

Das System der modernen Marktwirtschaft neigt dazu, jeden Inhalt in Form aufzulösen. Die Form des ökonomischen Werts, obwohl sie niemals real ohne Inhalt sein kann, strebt ihrer inneren Logik nach die Verselbständigung an. Das zum Selbstzweck gewordene Geld macht den Inhalt …

Das Phantom der Schönen Künste

Warum sich die Gesellschaft in der Moderne nicht mehr ästhetisch reflektieren kann

Die Trennung von Kunst und Leben ist ein altes Trauma der Moderne. Alle Künstler, die einer Wahrheit zum Ausdruck verhelfen wollen und die sich existentiell in ihren Schöpfungen verbrauchen, haben immer wieder an dieser Trennung gelitten. Ob die …